Lawineneinsatz Ankogel 07.02.2010
law.mittelst.7.2.10_3.jpgAm 07.02.2010 gegen 14:30 Uhr bemerkte der Pistenrettungsdienst der Ankogelbahn Mallnitz, dass unmittelbar oberhalb der Mittelstation, eine Schneebrettlawine abseits der Piste gelöst hatte und der Lawinenkegel bis zum Pistenrand reichte. Da vorher mehrere Wintersportler diesen Hang befahren hatten, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass jemand von der Lawine erfasst und verschüttet wurde.

Aufgrund dessen wurden die Einsatzkräfte der Bergrettung und Polizei verständigt und ein planmäßiger Lawineneinsatz initiiert. Die Einsatzleiter, Hundeführer und ein Voraustrupp wurden mit Hubschraubern ins Suchgebiet geflogen. Die weiteren Einsatzkräfte aus den umliegenden Ortsstellen des Bezirkes, gelangten mit der Ankogelbahn zum Lawinenkegel im Einsatzgebiet.

bild005.jpgDer Lawinenkegel (ca. 100 x 50 m) wurde von den Einsatzkräften mittels Lawinensuchhunden, LVS und Recco abgesucht. Weiters wurde mit Sondiermannschaften der gesamte Bereich mehrmals absondiert. Die Suche wurde bis in die Abendstunden durchgeführt und mit Hilfe eines Spezialscheinwerfer der Bergrettung Mallnitz mit Unterstützung von der Freiwilligen Feuerwehr Mallnitz ausgeleuchtet.

Die Suche wurde schließlich um 18:30 Uhr beendet, da keine Anzeichen einer Verschüttung vorlagen und keine Hinweise bzw. Vermisstenmeldungen eingetroffen waren.

Im Einsatz standen die Ortsstellen Mallnitz, Fragant, Kolbnitz, Winklern, Spittal/Drau und Villach mit 51 Mann und sechs Lawinensuchhunden. Weiters waren sechs Mitglieder der Alpinpolizei Einsatzgruppe Spittal/Drau mit einem Diensthund, sowie vier Mann der Freiwilligen Feuerwehr Mallnitz und fünf Mitarbeiter der Ankogelbahn an der Suche beteiligt. Die insgesamt 67 Einsatzkräfte wurden von den beiden Notarzthubschraubern C7 und RK1 und in weiterer Folge vom Polizeihubschrauber „Libelle“ unterstützt.