| Bergeeinsatz Luggegraben 06.02.2010 |
Am 6. Februar 2010 hielten sich ein Freeride Skifahrer und ein Snowboarder im Schigebiet Ankogel auf. Gegen 14:30 Uhr hatten sie dabei den organisierten Schiraum verlassen und waren im Nahbereich der Piste im hochalpinem Gelände abgefahren. Aufgrund einer auftretenden Nebelbank hatten sie die Orientierung verloren und waren dabei in den sogenannten Luggegraben geraten.Nachdem sie ihren Irrtum aufgrund der Steilheit des Geländes und fehlender Schispuren bemerkt hatten, versuchten sie zu Fuß wieder bergwärts zu gehen. Vereistes, steiles Gelände sowie hüfthoher Schnee machte dies aber unmöglich, daher versuchten sie mit den Sportgeräten im unwegsamen Gelände weiter talwärts zu kommen. Dabei gerieten sie immer tiefer in den nahezu unzugänglichen Luggegraben und mussten schließlich vor einem senkrecht abbrechenden, vereisten 50 bis 70 Meter hohen Wasserfall aufgeben. Daraufhin verständigten sie einen Bekannten und übermittelten ihm per SMS ihre Standortkoordinaten. Dieser konnte auf einer digitalen Landkarte ihren Standort ausfindig machen und alarmierte folglich die Landesleitstelle des Roten Kreuzes. Die alarmierten Rettungskräfte die beiden Wintersportler aufgrund der exakten Ortsangabe genau lokalisieren. Die Ortskenntnisse der Rettungskräfte erlaubten es, durch steilstes, unwegsames und zum Teil vereistes Gelände im hüfthohen Schnee vom Tal aus zu den Abgängigen aufzusteigen. Nach dem Aufbau von Seilgeländern entlang der Aufstiegroute erfolgte der gesicherte Abtransport der beiden unverletzten Wintersportler.
Die Bergeaktion konnte gegen 22:30 Uhr erfolgreich abgeschlossen werden.
Im Einsatz standen 14 Mitglieder der Bergrettung Mallnitz, 5 Mitglieder der Alpinpolizei sowie 14 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Mallnitz, die den Einsatzort mittels Großscheinwerfer der Ortsstelle Mallnitz ausleuchteten. Bericht Bundesministerium für Inneres Bericht Österreichischer Polizei Bergführer Verband |